• 25 JUN 17

    Hernienchirurgie

    Wir haben uns auf die operative Versorgung von Eingeweidebrüchen (Hernien) spezialisiert und führen ca. 200 Bruch-Operationen im Jahr durch. Nach entsprechender Diagnostik ( Untersuchung, Ultraschall) und ausführlichem Gespräch können wir die für jeden Patienten optimale Operationsmethode (ohne oder mit Netz, ambulant oder stationär) anbieten. Eingeweidebrüche entstehen durch ” schwache Stellen” in der Bauchhöhlenwand, d.h. Muskel- oder Faszienlücken, die unter anderem durch  Operationen und Gewebeschwächen entstehen können oder bereits angeboren sind. Detaillierte Informationen können z.B. unter der Qualitätssicherungsstudie  Herniamed, an der wir uns auch beteiligen, eingeholt werden. 

    Unser Leistungsspektrum

    • Leistenbrüche

      • machen selten Schmerzen, eher Druckgefühl; Leistenschmerzen allein sollten nie der Grund für eine OP sein
      • sollten prinzipiell operiert werden, müssen aber nicht in jedem Fall
      • können meist ambulant werden (minimal-invasive Eingriffe nur stationär)
      • eine Operation ist die einzige mögliche und sinnvolle Therapieoption
      • eine Einklemmung von Darm ist sehr selten und muß in der Regel nicht befürchtet werden
      • es gibt verschiedene Operationsmethoden, einfache und aufwendige; nicht alle sind ambulant möglich
      • wir meinen: Die einfachste Operationsmethode ist auch die beste.  Das ist in der Regel die ambulante konventionelle Operation mit kleinem Leistenschnitt.
      • werden heute standardmäßig mit Netz versorgt
      • werden bei uns in kurzer schonender Narkose operiert
      • bedürfen nach der Operation einer körperlichen Schonung von 1-2 Wochen, schweres Heben sollte für 4-6 Wochen vermieden werden
    • Nabelbrüche

      • sind oft angeboren oder viele Jahre bestehend
      • machen oft keine Beschwerden
      • müssen oft auch nicht operiert werden
      • können in der Regel ambulant operiert werden
      • meist genügt ein kleiner kosmetisch unauffälliger Hautschnitt am Nabelrand
      • werden je nach Größe direkt zugenäht oder mit künstlichem Netz versorgt
    • Oberbauchwandbrüche

      • entstehen durch Faszienlücken in der Mittellinie der Bauchdecke zwischen Brustbein und Nabel
      • müssen unterschieden werden von der sog. “Rectusdiastase”: diese entsteht durch eine schwache Faszie mit breitflächiger Vorwölbung in der Mittellinie ohne eigentliche Bruchlücke; sie wird nicht operiert
      • werden je nach Größe der Bruchlücke mit direkter Naht oder künstlichem Netz versorgt
    • Narbenbrüche

      • sind oft ausgedehnte Brüche mit Verwachsungen und Narbenbildung
      • entstehen nach vorhergegangenen Bauchoperationen
      • sollten operiert werden, bevor sie zu groß werden
      • machen  oft einen relativ großen Eingriff notwendig und werden deshalb in der Regel stationär operiert

    Eingriffsarten

    • Leistenbruch

      • Op nach Shouldice

        Versorgung ohne Netz durch einen Leistenzugang (weitere Informationen)

      • Op nach Lichtenstein

        Versorgung mit flächigem Netz durch einen Leistenzugang (weitere Informationen)

      • Op nach Millikan

        Versorgung mit dreidimensionalem Netz (” Plug”) durch einen  Leistenzugang

      • TIPP

        Versorgung mit großem Netz vor dem Bauchfell durch einen Leistenzugang

      • TAPP

        Versorgung mit großem Netz durch die Bauchhöhle hindurch (” minimal-invasiv”)

    • Nabel-, Oberbauchbruch

      • Direkter Verschluß

        Hierbei wird der Bruch mit einer einfachen Naht verschlossen. Dieses Verfahren wird bei kleineren Bruchlücken angewendet 

      • Verschluß mit künstlichem Netz

        Verstärkung mit rundem Netz (“Ventralex”) bei größeren Bruchlücken

    • Narbenbruch

      • Verschluß mit rundem Netz ("Ventralex")

        Wird bei kleineren Brüchen angewendet

      • Verschluß mit großflächigen Netzen

        entsprechend bei größeren Brüchen